Mollath
„Und plötzlich bist du verrückt“

Dokumentarfilm · 2015 · 93 Minuten · 16/9 · Deutsch / UT Englisch
Regie Annika Blendl, Leonie Stade
Kamera Eugen Gritschneder
Buch Annika Blendl, Leonie Stade, Oliver Kahl
Schnitt Nina Ergang
Musik Jochen Schmitt-Hambrock
Produzenten Leonie Stade, Annika Blendl, Michael Schmitt

Produktion
Man on Mars Filmproduktion
Bayerischer Rundfunk (Redaktion Natalie Lambsdorff)
Hochschule für Fernsehen und Film München

Verleih
Zorro Film GmbH

Presse
Lindenfels Public Relations

 

Kurzinhalt

Zwischen Justizskandal, Medienrummel und Helden-Stilisierung: Nach sieben Jahren in der Psychiatrie macht Gustl Mollath seine ersten Schritte in die Freiheit. Von hieran bis zum Beginn des Wiederaufnahmeverfahrens seines Prozesses begleiten die Regisseurinnen Annika Blendl und Leonie Stade Mollath, dessen Geschichte zum wohl bekanntesten Justizskandal Bayerns im vergangenen Jahrzehnt wurde.

Wer ist dieser Mann, der für Tausende plötzlich vom Opfer zum Helden stilisiert wurde? Steht sein Fall tatsächlich beispielhaft für ein fehlerhaftes Justizsystem? Was sehen diejenigen in ihm, die ihn bedingungslos verehren und was jene, die seinen Fall für ihre eigenen politischen oder medialen Zwecke benutzen?

Der Film zeigt Mollath in seinem neuen Alltag in Freiheit und zwischen Menschen, die während dieser Zeit privat und beruflich mit ihm zu tun haben. MOLLATH – Und plötzlich bist du verrückt wirft Fragen auf, die wir uns als Gesellschaft stellen sollten.

 

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Synopsis

Mit dem Namen Gustl Mollath verbindet sich einer der größten Justizskandale der deutschen Nach- kriegsgeschichte. Siebeneinhalb Jahre wurde Mollath unrechtmäßig in der geschlossenen Psychiatrie festgehalten. Er wurde für paranoid und gemeingefährlich erklärt, soll Autoreifen zerstochen, seine Frau angegriffen und wirre Vorwürfe über Schwarzgeldgeschäfte bei der Hypovereinsbank gemacht haben.

Die Regisseurinnen Annika Blendl und Leonie Stade haben Gustl Mollath über die Jahre des Prozes- ses hinweg begleitet und ein intensives und differenziertes Porträt über einen Mann gezeichnet, der bis heute für seine Gerechtigkeit und Rehabilitation kämpft. Im Laufe des Films kommen nicht nur Befürworter und Gegner von Mollath zu Wort, sondern zum ersten Mal auch Gustl Mollath selbst. Wie hat er diese Zeit erlebt? Wie erklärt er sich seinen Fall? Wofür kämpft er?
Immer noch sind viele Frage ungeklärt: Wie konnte es zu der siebeneinhalb Jahre andauernden unrechtmäßigen Unterbringung in der Psychiatrie kommen? Könnte das jedem von uns passieren? Welche Schuld trägt das Justizministerium? Und ist Mollath wirklich vollkommen unschuldig?

Der Film Mollath – und plötzlich bist du verrückt kommt dem Menschen Gustl Mollath so nah und persönlich wie nie zuvor. Vielschichtig und eindrücklich skizziert er die Gefangenschaft in der Psy- chiatrie, die große und zwiespältige Medienberichterstattung, die Wiederaufnahme des Prozesses und schließlich das Leben nach dem Freispruch.

 

Pressenotiz

Mollath – wer war er, wer ist er heute? Gustl Mollath war 7 Jahre lang in der Psychiatrie. Dann die erkämpfte Freiheit zwischen Justizfall, Medienrummel und Helden-Stilisierung. Die HFF Absolventinnen Leonie Stade und Annika Blendl zeichnen für die Regie und Produktion verantwortlich und begleiten Gustl Mollath in ihrem Dokumentarfilm von den ersten Schritten aus der Psychiatrie heraus bis zum Urteilspruch im Wiederaufnahmeverfahren des Prozesses. Sie sind nah dran – nah an Mollath, nah an den Antworten auf die Fragen: „Wer ist er?“ oder vielmehr: „Wen sehen wir in ihm?“

Justizkrimi, Inspektion eines Rosenkriegs und feinfühliges Psychogramm. MOLLATH – Und plötzlich bist Du verrückt – eine dokumentarische Studie.
MOLLATH – Und plötzlich bist Du verrückt wurde von der Man on Mars Filmproduktion in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundunk (Redaktion: Natalie Lambsdorff) und der HFF München produziert und wird am 9. Juli 2015 von Zorro Film in die deutschen Kinos gebracht.

 

Vita

Annika Blendl und Leonie Stade lernten sich 2009 an der HFF München kennen. Der Film „Mollath – Und plötzlich bist du verrückt“ ist, nach „Nowhereman“ (2012), ihre zweite gemeinsame Regiearbeit. 2013 gründeten sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Michael Schmitt die Man on Mars Filmproduktion, in der sie auch als ausführende Produzentinnen tätig sind. Derzeit planen sie ihren gemeinsamen Abschluss- und Debütfilm.

 

Ergänzung zum Film

Gustl Mollath bittet um Ergänzung, dass er die 60.000 € Entschädigung bis heute nicht erhalten hat.

 

Mollath_Poster

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