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Marikas Missio

Dokumentarfilm · HD · 73 Minuten · Deutschland 2017
Regie Michael Schmitt
Kamera Nikola Krivokuca
Schnitt Filip Pampuch
Produktion Annika Blendl · Leonie Stade · Michael Schmitt

Wer in Deutschland Katholische Religion an einer staatlichen Schule unterrichten möchte benötigt die sogenannte ‘Missio Canonica`. Diese bischöfliche Lehrerlaubnis wird nur durch die Katholische Kirche selbst ausgestellt und setzt voraus, dass die Lehranwärter ein Leben im Sinne der katholischen Glaubens- und Sittenlehre führen. Diese Urkunde kann bei bestimmten Loyalitätsverstößen wieder entzogen werden, z.B. wenn man offen homosexuell lebt.

Daher verheimlicht meine Schwägerin Marika, die schon immer Katholische Religionslehrerin werden wollte, die Partnerschaft mit meiner Schwester Anke. Nach 14 Jahren Doppelleben muss Marika eine Entscheidung treffen: Weiter ihren Traumberuf ausüben und sich weiter verstecken müssen oder die eingetragene Lebenspartnerschaft mit Anke und das damit verbundene öffentliche Outing am Arbeitsplatz.

In ‘MARIKAS MISSIO’ gelingt dem Filmemacher ein sehr persönlicher Blick auf ein weitgehend unbeachtetes gesellschaftliches Thema: Die Verzahnung von Kirche und Staat in Deutschland, einem Land das sich selbst gerne als Vorreiter in Sachen Menschenrechte darstellt, aber ist es das wirklich?


Festivals

* Weltpremiere: 22. TWIST Filmfestival Seattle
*Deutschlandpremiere: 51. Internationale Hofer Filmtage
16. FILMZ Festival des deutschen Kinos
6. Queerstreifen Filmfestival Regensburg
19. Queerstreifen Filmfestival Münster

 

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